St. Josefshaus Witten-Annen gGmbH
Stockumer Straße 65
58453 Witten-Annen
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Fax.: 02302 665-200
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Das Josefshaus

Die Gründungszeit

Um zur Zeit der Industrialisierung und der damit einhergehenden vermehrten Bevölkerungsansiedlung der allgemein verbreiteten Armut Herr zu werden, reichten die Kräfte der Gemeinde nicht aus, die Aufgaben einer Pfarrcaritas zu erfüllen.

Ein dauerhaftes Altenheim musste her: Die Gründungszeit

12.07.1895 Gesuch an das bischöfliche Generalvikariat in Paderborn zur Genehmigung für die Niederlassung eines Konventes der barmherzigen Schwestern vom hl. Vincent von Paul in Annen.
09.02.1896 Vier Ordensschwestern trafen in Annen ein.
12.02.1896 Kauf des Wohnhauses an der Wittener Str.126 durch Missionsvikar Schulte.
07.03.1896 Der Pfarrer Schulte stellte einen Antrag im „Josefshaus“ die hl. Messe feiern zu dürfen.

In der sozialen Einrichtung St. Josefhaus e.V. übernahmen die Ordensschwestern folgende Aufgaben, die weit über die heutigen Zwecke eines Altenheims hinausgingen:

  • Oberin Schwester Bartholomäa, Krankenpflege
  • Schwester Ethilberta, Kindergarten
  • Schwester Elvira, Nähschule
  • Schwester Priska, Haushaltungsschule

Die Kriegszeit

März 1913 Ein pfarrähnlicher Gemeindetreff lässt sich geschichtlich belegen. Im Erdgeschoss des Josefshaus waren ein Schankzimmer, eine Küche und das Gesellschaftszimmer für die Gemeindearbeit vorhanden.
1918 In diesem Grippejahr, als es selbst für schwerste Fälle im Marienhospital keine Unterbringungsmöglichkeiten mehr gab, halfen die Gemeindeschwestern in Annen.
1923 Die Oberin stellte beim Kuratorium den Antrag auf Vergrößerung der Stallungen, da die Küche während der Inflationszeit eine immer größere Bedeutung gewann. Neben der Betreuung der Bedürftigen der eigenen Gemeinde versorgte das Josefshaus auch Belegschaftsangehörige des Zweigwerkes Krupp mit Mittagessen. Die Kruppmitarbeiter erhielten ein Mittagessen Anfangs für 0,50 DM.
Im 1. Weltkrieg Das Josefshaus wurde als Hospiz für alte Leute, vornehmlich Frauen genutzt.
1944 Das Josefshaus wurde als Ausweichkrankenhaus in Anspruch genommen
Januar 1945 Das Altenheim nahm seine ursprüngliche Arbeit wieder auf.

Die Nachkriegszeit

1945 – 1947

Die Armenküche boomte, da immer mehr Vertriebene täglich eine warme Mahlzeit suchten. Bis zu 25 Menschen bekamen zu einem Preis von 32 bis 50 Pfennig pro Portion eine warme Mahlzeit. Aufgrund der neuen Anforderungen der Nachkriegszeit wurde ein Neubau des Josefhaus in Erwägung gezogen.

11.10.1960 Der Grundstein für das Altenheim Robert-Koch-Str.11 wird gelegt. Das Haus verfügte über 90 Plätze, das Durchschnittsalter der Bewohner lag bei 79 Jahren.
Mai 1976 Die Satzung wurde erneuert. Die in der  ursprünglichen Satzung genannten mildtätigen, gemeinnützigen Aufgaben wie die Betreuung einer Volksküche, ambulante Krankenpflege, die Unterhaltung einer Näh- und Kochschule und die Führung eines Kindergartens wurden zu Gunsten der reinen Altenbetreuung aufgegeben.
März 1977 Ein Neubau wird nötig, da auf Grund der großen Nachfrage die bestehende Einrichtung zu klein war. Nach Verhandlung mit der Stadt und der Geschäftsleitung der Thyssen-Maschinenbau GmbH konnte durch Kauf- und Tauschvoranfragen bei beiden Eigentümern der ehemalige „Dieckmannsche Hof“ mit einer Fläche von 8.500 qm als neuer Standort ins Auge gefasst werden. Hier sollten ein neues Altenheim mit 120 Betten und 25 Pflegeplätzen für besondere Betreuung sowie 20 Personalbetten errichtet werden. Das vorhandene Heim mit Personalplätzen in der Robert-Koch-Str.4-8 sollte aufgegeben werden.
1978 - 1980  Planung der neuen Einrichtung.
14.11.1980 Grundsteinlegung des neuen Hauses durch den Ehrenvorsitzenden des St. Josefhaus e.V. Herrn Pfarrer i. R. Johannes Schenuit.
März 1982 Nach 2,5 Jahren Bauzeit wurde das Gebäude am Fest des hl. Josef den Bewohnern, Ordensschwestern und dem Trägerverein in einer Einweihungsfeier übergeben.