Der Tagesablauf

Der Alltag im Altenzentrum

Um den alten und pflegebedürftigen Menschen eine Orientierungshilfe zu geben, ist auch im Altenzentrum der Tagesablauf entsprechend gestaltet. Als Orientierungspunkte sind die Mahl­zeiten anzusehen:

Frühstück 8.00 – 9.30 Uhr
Mittagessen 12.00 – 13.30 Uhr
Nachmittagskaffe 15.00 – 16.00 Uhr
Abendbrot 18.00 – 19.30 Uhr

Dieses zeitliche Gerüst steht als Orientie­rung für die Bewohner im Raum, muss aber nicht zwingend eingehalten werden.

An dieser Stelle rückt die Individualität und Lebenszufriedenheit in den Vordergrund, da wir die Bewohner, bei denen keine Notwendigkeit besteht, nicht wecken, sondern ihnen die Möglichkeit geben, ihre Schlafbedürfnisse auszuleben.

Der Morgen

Beginnend mit dem Frühstück versuchen die Mitarbeiter der Teams gemeinsam mit den Bewohnern die Tische einzudecken und die Brotkörbe vorzubereiten, Kaffee zu kochen, die Aufschnittplatten vorzubereiten, Käse und Marmelade auszusuchen, um dann gemeinsam am gedeckten Frühstückstisch den Tag zu beginnen. Auch die Bewohner/innen, die etwas länger geschlafen haben, stoßen nach und nach dazu, frühstücken ein wenig später als Nachzügler und nehmen so an der Frühstücksgruppe teil.

Es wird bei einer Tasse Kaffee aus der Zeitung vorgelesen, die Tages-Themen diskutiert und besprochen, bevor die Frühstücks­gruppe gemeinsam mithilft, die Tafel aufzuheben.

Der Mittag

Küchengeräusche und –gerüche spielen auch beim Mittagessen eine große Rolle. Noch bevor das Mittagessen in den entsprechenden Speiseverteilwagen in den Wohnbereichen auftaucht, haben die Bewohner schon gemeinsam mit den Mitarbeitern die Tische eingedeckt. Je nach Bereich bedienen sich die Bewohner selbständig aus den Schüsseln, in denen das Essen auf die Tische verteilt wird, oder die Mahlzeit wird aus den Speisetransportwagen angeboten.

Es wird jeder Bewohner nach seinen Essenswünschen gefragt und auch seine Mengenwünsche werden berücksichtigt.

Der Nachmittag

Nach einer Ruhephase in der Mittagszeit wird Kaffee gereicht und es finden vielfältige Beschäftigungsangebote statt.

Mittwochs findet im Festsaal unsere Cafeteria statt, mit frisch gebackenen Waffeln, heißen Kirschen und Sahne. An besonders heißen Tagen wird auf Wunsch der Bewohner die Cafeteria in das „Eiscafe St. Josef“ gewandelt, wo die eigens von der Großküche dekorierten Eisbecher angeboten werden.

Donnerstag gibt es generell selbstgebackenen Kuchen, der im Vormittagsbereich mit den Bewohnern gemeinsam in den Wohnbereichen gebacken wurde. Nachmittags werden auch kleine Ausflüge oder jahreszeitliche Aktivitäten wie: Marmelade einkochen, Apfelkompott zubereiten, Herbstdekorationen und Weihnachtsdekorationen basteln, geplant und durchgeführt.

Der Abend

So wie das Wecken zum Frühstück in der Einrichtung verpönt ist, so legen wir im Abendbereich großen Wert darauf, einen „normalen“ Beginn der Nachtruhe zu erreichen. Durch Aktivitäten wird versucht, den Bewohner vom vorzeitigen Zubettgehen abzulenken und ihn in seiner Schlafbiographie entsprechend zu Bett gehen zu lassen. In diesen Abendaktivitäten wird Gemeinschaft gelebt und erlebt, die vom Alleinsein ablenken soll. Das gemeinsame „Nachrichten sehen“ soll über das aktuelle Geschehen informieren, die im Programm darauf folgenden Filme können Gedanken an frühere Zeiten aufkommen und in Erinnerungen schwelgen lassen.